Ambulante Angebote schaffen

Heimbetreiber sollen verstärkt ambulante Angebote schaffen

Baden-Württembergs grün-rote Landesregierung will den Pflegemarkt transparenter gestalten und appelliert an die Heimbetreiber, auch ambulante Angebote zu schaffen. Der Sozialverband VdK hingegen fordert mehr der Beratungsinfrastruktur.

In Baden-Württemberg wächst die Nachfrage nach Pflegedienstleistungen und die Konkurrenz der verschiedenen Anbieter auf diesem Gebiet. Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Alex Bonde, der auch für den Verbraucherschutz verantwortlich ist, verspricht mehr Transparenz auf dem Pflegemarkt. Bis zum Jahresende soll die Zahl der von den Kommunen und den Versicherungen getragenen Pflegestützpunkte auf 50 erhöht werden.
Der Sozialverband VdK hält die Altenpolitik der Landesregierung hingegen für wenig ambitioniert. Der Landesvorsitzende Roland Sing: „Die Koalitionsvereinbarung ist da sehr sparsam geblieben, um es mal vorsichtig zu formulieren." Er erwarte, dass bis zum Jahresende nachgebessert werde. Die Zahl der Pflegestiitzpunkte täusche eine hohe Verfügbarkeit vor, tatsächlich seien die Auskunftsstellen aber nicht lange genug für die Ratsuchenden geöffnet.
Einig sind sich der VdK und die Landesregierung darin, alten Menschen so lange wie möglich ein Leben zuhause zu ermöglichen. Daraus folgten Strukturänderungen bei der stationären Unterbringung, weil die Menschen immer später und damit auch immer pflegebedürftiger ins Heim kommen, sagt Gesundheitsministerin Katrin Altpeter. Sie fordert die Anbieter stationärer Pflegedienstleistungen auf, verstärkt auch im ambulanten Bereich tätig zu werden.

aus Häusliche Pflege, 11-2011