Wohnen im Alter

Wohnen im Alter: Die Zukunft liegt im Umbau

Nur fünf Prozent aller Haushalte von alten Menschen sind barrierefrei bzw. barrierearm. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie
des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA), in der die Wohnsituation älterer Menschen in Deutschland untersucht wurde.
„Hinzu kommt, dass auch das Wohnumfeld, in dem ältere Menschen leben, viele Mängel aufweist, sagt Ursula Kremer-Preiß, Leiterin des KDA-Fachbereichs Wohnen im Quartier. Rund zwei Drittel der älteren Menschen lebten nicht im Zentrum, sondern in Randlagen. Damit sei die selbstständige Haushaltsführung vielfach gefährdet.
Um die Wohnungen an die Bedürfnisse des Alters anzupassen, sind erhebliche Investitionen notwendig. Die Sachverständigenkommission „Wohnen im Alter" ermittelte auf Grundlagen der KDAStudie, dass allein für mobilitätseingeschränkte Senioren bis 2013 2,5 Millionen Wohnungsanpassungen mit einem Investitionsbedarf von 39 Milliarden Euro notwendig wären. Hier böten sich, so Kremer-Preiß, Marktchancen für öffentliche und private Träger, Architekten, Stadt- und Quartiersplaner.

aus Häusliche Pflege, 06-2010