Mehr Ärzte

Mehr Ärzte ins Pflegeheim
Modellprojekt in Stuttgart soll ärztliche Versorgung von Heimbewohnern verbessern

Stuttgart: Mit Hilfe eines Projektes mit dem Titel „Arzt im Pflegeheim" möchte Bernhard Schneider, Geschäftsführer des Eigenbetriebes „leben & wohnen" (ELW) der baden-württembergischen
Landeshauptstadt Stuttgart, die ärztliche Versorgung in den Pflegeheimen der Stadt grundlegend verbessern. Das berichtete jetzt die „Stuttgarter Zeitung".
Schneiders Konzept sieht vor, dass die jeweiligen Heimträger mit den Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV} Verträge mit den am Projekt teilnehmenden Ärzten abschließen, entweder für eine Festanstellung oder als Kooperationspartner. Pro Pflegeheim ist an maximal sechs Ärzte gedacht.
Diese sollen sich nach Schneiders Vorstellungen auf einen festen Leistungskatalog verpflichten. Darin garantieren die beteiligten Mediziner für jeden Heimbewohner eine Fallbesprechung (mit dem Pflegepersonal) pro Quartal, mindestens eine Visite jede Woche, eine Rufbereitschaft und Rund-um-die-Uhr-Versorgung der Heimbewohner. Zudem sollen zwischen Ärzten und Heimen Standards zu Arbeitsprozessen, Organisation und Dokumentation vereinbart werden, wobei die Einrichtungen die Koordination übernehmen und Räume sowie Sachmittel stellen.
Die Ärzte sollen nach dem Konzept pro Patient und Quartal 350 Euro erhalten. Das ist laut Schneider ein Mehrfaches der heutigen Honorare.

aus Altenpflege, 06-2010