(für das Lehrerinnenheim nach dem Bericht von Herrn Hans Clauser, Karlsruhe 1985)
Die Geschichte des Lehrerinnenheims in Baden-Baden ist eng verknüpft mit dem
ersten Lehrerinnenseminar, dem Prinzessin-Wilhelm-Stift in Karlsruhe.
| 1873 |
Gründung des Lehrerinnenseminars in Karlsruhe, erste Ausbildungsstätte für Lehrerinnen in Baden, das nach der Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Baden, einer Enkelin des russischen Zaren, "Prinzessin-Wilhelm-Stift" hieß.
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| 1888 |
Gründung des "Vereins Badischer Lehrerinnen", Zweck des Vereins:
- Gründung eines Heims
- Förderung der Berufsausbildung und -ausübung von Frauen.
- Unterstützung der Mitglieder in Krankheitsfällen
Der Verein wurde von Adelskreisen, besonders von der oben genannten Prinzessin Wilhelm und von anderen vermögenden Kreisen großzügig unterstützt.
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| 1889 |
Kauf der "Villa Salem" an der Hauptstraße, der Kauf wurde aus Mitgliedsbeiträgen, privaten Spenden, den Erlösen eines Basars und öffentlichen Zuschüssen finanziert.
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| 1890 |
Eröffnung des ersten Lehrerinnenheims in Lichtental, der Pensionspreis betrug täglich 1,50 - 2,50 Mark für Mitglieder, 3,50 - 5,00 Mark für Kurgäste. Wegen steigender Mitgliederzahl wurde schon bald ein Neubau geplant.
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| 1899 |
Am 10. Mai erfolgte die Grundsteinlegung des "neuen" Heimes an der Maximilianstraße.
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| 1900 |
Nach nur einjähriger Bauzeit wurde das Lehrerinnenheim unter Teilnahme des Großherzogs und einer breiten Öffentlichkeit eingeweiht. Der repräsentative Bau sollte vorwiegend als Erholungsheim für Lehrerinnen dienen, wurde aber auch für Kongresse des Vereins Badischer Lehrerinnen genutzt und spielte eine nicht unwesentliche Rolle als Tagungsort für Zusammenkünfte der Frauenemanzipation.
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| 1918 |
Nach Ende des ersten Weltkriegs wurden vermehrt Lehrerinnen im Ruhestand als Dauergäste aufgenommen. Diese Tendenz vom Ferien- und Erholungsheim hin zum Altersheim setzte sich in den 20er Jahren fort.
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| 1933 |
Auflösung des Badischen Lehrerinnenvereins, das Haus wird dem "Nationalsozialistischen Lehrer-Bund" unterstellt.
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| 1940 |
Im Krieg wird das Gebäude zur Zuflucht für Ausgebombte.
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| 1946 |
Durch die Wohnungsnot der Nachkriegszeit kommen vermehrt Dauerbewohner in dem Gebäude unter. Die Zahl der Lehrerinnen nimmt ständig ab, so daß das Haus mehr und mehr zum allgemeinen Altersheim wird.
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| 1947 |
Vom Lehrerinnenheim geht die Initiative zur Neugründung des Verbands Badischer Lehrerinnen aus, der sich später aus juristischen Gründen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft zusammenschließt. In einem langwierigen Prozeß gelingt es, als Rechtsnachfolger der ersten Lehrerinnen-Organisation anerkannt zu werden und das von den Nazis enteignete Vermögen für den Verband der badischen Lehrerinnen und Lehrer zurückzuerhalten.
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| 1952 |
Der VbLL (Verband badischer Lehrerinnen und Lehrer) übernimmt die Verwaltung des Gebäudes. Es gelingt auch in der folgenden Zeit, die gute Tradition des Lehrerinnenheims fortzuführen und den vorzüglichen Ruf zu bewahren. Im Laufe der Jahre wurden jedoch grundlegende Renovierungen erforderlich, die aus eigener Kraft nicht finanzierbar waren, auch mußte das aus dem letzten Jahrhundert stammende Konzept der neuen Zeit angepaßt werden. Dementsprechend suchte der VbLL nach einem Geschäftspartner, der sich an der Neugestaltung beteiligte.
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| 1982 |
schließt sich der VbLL mit der Unternehmensgruppe Benner zusammen, um gemeinsam den zukünftigen Verlauf der Aktivitäten in Baden-Baden zu planen und zu bestimmen.
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| 1983 |
Es mündet diese Zusammenarbeit in der Gründung einer GmbH und dem Entschluß zur Neuerstellung der baulichen Notwendigkeiten. Mit Hilfe einer Bauherrengemeinschaft wird beginnend mit dem Jahresende das traditionsreiche Lehrerinnenheim unter Berücksichtigung der Maßgaben des Denkmalschutzes grundsaniert und zu einem zeitgemäßen Pflegeheim umgestaltet. Im Gartengelände entsteht ein Neubau, der sich architektonisch gut in sein Umfeld einfügt und den Erfordernissen eines neuen Seniorenheims Rechnung trägt.
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| 1985 |
Mit der Einweihung des neuen Schwarzwaldwohnstift Lichtental, welches in Anlehnung an die damaligen Gestaltungsgrundsätze des Kuratoriums Deutsche Altershilfe konzipiert wurde, beginnt der Betrieb als mehrgliedrige Einrichtung zur Betreuung und Versorgung von Senioren aus Baden-Baden und der gesamten Bundesrepublik. Das Konzept von Altenwohn-, Alten- und Pflegeheim findet, nachdem sich diese Neuerung in Baden-Baden etabliert, entsprechenden Zuspruch aus dem Kreis der Interessierten und kann so viele Jahre mannigfaltige Hilfe leisten.
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| 1995 |
Bei der Einführung der Pflegeversicherung muß auch das Schwarzwaldwohnstift seine Maxime der Neuerung angleichen. Aus dem bisher Gewohnten wird das "Betreute Wohnen" in den jeweiligen Appartements und die "Stationäre Versorgung" in der Pflegeabteilung. Beides begleitet ein kassenanerkannter, eigener ambulanter wie auch stationärer Pflegedienst.
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Der Jahrtausendwechsel ist für alle Beteiligten keine große Hürde gewesen.
In der Folgezeit arbeiteten wir gemeinsam mit unseren Heimbewohnern weiter an einer qualitätsorientierten Versorgung. Unser Bestreben ist es auch in Zukunft einen Beitrag zur aktuellen Seniorenversorgung leisten zu können und dabei wie in der Vergangenheit den Wandel der Zeit nicht aus den Augen zu verlieren.
Vor diesem Hintergrund ist der ambulante Pflegedienst schon mehrfach vom medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft worden.
Die dabei aufgefallenen Defizite wurden von uns konsequent aufgegriffen und in der Abwicklung verbessert.
Prüfungen des stationären Bereiches, in der Hauptsache durch die zuständige Heimaufsicht, erfolgen turnusgemäß und sind
eine willkommene Unterstützung bei den fortwährenden Qualitätsbemühungen.