Das Schwarzwaldwohnstift

Zur Vorgeschichte des Schwarzwaldwohnstift Lichtental

Maria Maximilianowna, Gräfin Romanowski, Herzogin von Leuchtenberg wurde am 17. Oktober 1841 im bayerischen Leuchtenberg geboren. Ihre Mutter, Maria Nikolajewna, Fürstin Romanow, war die älteste Tochter des russischen Zaren Nikolaus I. Ihr Vater Maximilian, Herzog von Leuchtenberg war der jüngste Sohn Eugènes de Beauharnais und Augustas Prinzessin von Bayern. Zum Titel Herzog und Herzogin von Leuchtenberg waren die Großeltern väterlicherseits nach dem Zusammenbruch des napoleonischen Kaiserreichs, in welchem Eugène de Beauharnais Vizekönig Italiens gewesen war, durch die Unterstützung des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph gekommen. Die Verbindung des bayerischen Königshauses zum badischen Fürstentum konnte durchaus als familiär bezeichnet werden, war doch die badische Prinzessin Karoline die Stiefmutter Augustas und zweite Frau Königs Maximilians I. Joseph geworden. Maria Romanow-Leuchtenberg festigte die Verbindung beider Herrscherhäuser durch ihre Heirat mit dem badischen Prinzen Wilhelm, einem Bruder Großherzog Friedrichs I., im Jahr 1863 weiter. Zu diesem Zeitpunkt war ihr Onkel Alexander bereits als Zar Alexander II. in Russland an der Macht. Etliche Russen waren damals auch schon im badischen Oostal sesshaft geworden. Nach der Hochzeit Marias und Wilhelms sprach offenbar kaum jemand mehr von Prinzessin Maria. Sie war für den Rest ihres Lebens als Prinzessin Wilhelm bekannt.

Badisches Lehrerinnenheim in Lichtenthal bei Baden-Baden.

Im Jahre 1884 fassten die Vorsteherin des Prinzessin Wilhelm-Stiftes in Karlsruhe und eine Lehrerin der gleichen Anstalt den Entschluss, zum Besten ihrer Standesgenossinnen einen Verein zu begründen, dessen Zweck die Beschaffung eines Heims sei, in welchem erholungsbedürftige, kränkliche und altersschwache Lehrerinnen sich erholen und genesen, sowie auch den Rest ihrer Jahre verbringen könnten. Zu Anfang des Jahres 1888 ging man, unterstützt von hohen Gönnern und Freunden und unter dem besonderen Schutz und Beistand der Frau Prinzessin Wilhelm von Baden, an die Begründung eines festen Vereins. Man forderte eine größere Zahl von Lehrerinnen zum Beitritt auf, und im Juni 1888 konnte die grundlegende Versammlung des „Vereins badischer Lehrerinnen“ stattfinden, welcher nunmehr die oben bezeichnete Aufgabe förmlich in seine Satzungen übernahm.

Der Zweck des Vereins konnte unter positiven Umständen sehr rasch erreicht werden, und der Vorstand erwarb in Lichtenthal bei Baden-Baden die an der Lichtenthalerstraße gelegene, im Schweizerstil erbaute Villa Salem. Zitat aus damaliger Zeit: "Hier in der gesunden und herrlichen Lage in dem engen Oosthal, dessen beide Seiten die Schwarzwaldberge mit ihren schönen Waldungen bilden, sollen in Zukunft erholungsbedürftige und abgearbeitete oder kranke Lehrerinnen eine Zufluchtsstätte finden, sie sollen sich Gesundheit holen an Baden-Badens berühmten Heilmitteln und Kraft schöpfen aus dem würzigen Tannenduft, der sie umzieht. Möge das Heim dieses Ziel in vollem Umfange erreichen; und möge es zugleich eindringlich verkündigen, was werktätiger Gemeinsinn vermag!"

Heimstraße

 

Vom Lehrerinnenheim zum Schwarzwaldwohnstift

 

In unmittelbarer Nähe der weltbekannten Lichtentaler Allee wurde im Jahr 1984 auf dem Gelände des traditionsreichen ehemaligen "Lehrerinnenheimes" eine moderne Seniorenwohnanlage errichtet. Sie bietet Ihnen alle Voraussetzungen, Ihren Dritten Lebensabschnitt in Ruhe zu und Geborgenheit zu genießen.

Das 1985 fertiggestellte Schwarzwaldwohnstift Lichtental besitzt 90 behagliche Appartements (1- und 2- Zimmer). Diese sind alle mit einem eigenen Badezimmer, einer Kochnische, Telefon und Fernsehanschluß ausgestattet. Fast alle Appartements haben Balkon oder eine Terrasse.

Heute führen wir das Haus unter dem Gesichtspunkt des Betreuten Wohnens, zugehörigem ambulanten Pflegedienst, sonstiger und mannigfaltiger Hilfsleistungen
sowie einer stationären Pflegeabteilung.

Hauptstraße

 

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